Wichtigste Fakten
- Alle Angestellten und Arbeiter (einschließlich Leiharbeiter) haben Anspruch auf detaillierte Gehaltsabrechnung.
- Gehaltsabrechnungen müssen vorgelegt werden spätestens am Zahltag.
- Seit April 2019 müssen die Gehaltsabrechnungen für Stundenlohnempfänger Folgendes ausweisen: geleistete Arbeitsstunden.
- Gehaltsabrechnungen können sein Papier oder elektronisch (E-Mail, Online-Portal usw.).
- Das Versäumnis, Gehaltsabrechnungen vorzulegen, kann zu Folgendem führen: Arbeitsgericht beanspruchen.
Das gesetzliche Recht auf einen Gehaltszettel
Nach dem britischen Gesetz über die Rechte von Arbeitnehmern (Employment Rights Act 1996, in der geänderten Fassung) hat jeder Arbeitnehmer in Großbritannien Anspruch auf eine detaillierte Gehaltsabrechnung (Lohnzettel) von seinem Arbeitgeber. Dieses Recht wurde am 6. April 2019 auf alle Arbeitnehmer (nicht nur auf Angestellte) ausgeweitet.[1]
Was eine Gehaltsabrechnung enthalten muss
Eine detaillierte Gehaltsabrechnung muss Folgendes enthalten:[1]
| Artikel | Beschreibung |
|---|---|
| Bruttogehalt | Gesamtertrag vor Abzügen |
| Variable Abzüge | Jeder Abzug, der sich von Periode zu Periode ändert (Einkommensteuer, Sozialversicherungsbeiträge, Studiendarlehen usw.), wird einzeln mit Betrag und Zweck aufgeführt. |
| Feste Abzüge | Abzüge, die in jeder Periode gleich bleiben (z. B. feste Rentenbeiträge, Gewerkschaftsbeiträge), können als Summe ausgewiesen werden, sofern eine separate Aufstellung der festen Abzüge ausgestellt wurde. |
| Nettogehalt | Nettogehalt nach allen Abzügen |
| Zahlungsmethode | Wie die Zahlung erfolgt (z. B. Banküberweisung, Scheck) – falls die Zahlung in Teilbeträgen erfolgt (z. B. teilweise auf zwei Bankkonten), weisen Sie bitte jeden Betrag separat aus. |
| Arbeitsstunden | Für Arbeitnehmer, deren Lohn von den geleisteten Arbeitsstunden abhängt – vorgeschrieben seit April 2019 |
Bewährte Vorgehensweise: Zusätzliche Elemente
Auch wenn dies nicht in allen Fällen gesetzlich vorgeschrieben ist, weisen die meisten Gehaltsabrechnungen Folgendes aus:
- Name des Mitarbeiters und Personalnummer
- Name des Arbeitgebers und PAYE-Referenznummer
- NI-Nummer
- Steuergesetz
- NI-Kategoriebrief
- Abrechnungszeitraum (z. B. „Monat 6“ oder „Woche 22“)
- Kumuliert seit Jahresbeginn für Bruttogehalt, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge
- Arbeitgeberbeiträge zur Altersversorgung
- Urlaubsanspruch oder verbleibende Urlaubstage
Tipp: Die Angabe der kumulierten Jahreszahlen auf den Gehaltsabrechnungen hilft den Mitarbeitern, ihre Steuersituation im Laufe des Jahres zu überprüfen und Fehler frühzeitig zu erkennen.
Die Arbeitszeitvorgabe
Seit April 2019 müssen Gehaltsabrechnungen für Arbeitnehmer, deren Lohn von den geleisteten Arbeitsstunden abhängt, die Anzahl der Stunden ausweisen. Dies gilt für:[2]
- Stundenbezahlte Mitarbeiter
- Arbeitnehmer mit Null-Stunden-Verträgen
- Mitarbeiter mit wechselhaften Schichten
Angestellte mit einem festen Jahresgehalt sind grundsätzlich von der Stundenvorgabe befreit, es sei denn, ihr Gehalt variiert je nach Arbeitsstunden.
Gehaltsabrechnungen in Papierform vs. elektronisch
Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, die ein bestimmtes Format für Gehaltsabrechnungen vorschreibt:[1]
- Papierlohnzettel — dem Mitarbeiter ausgehändigt oder ausgehängt
- Gehaltsabrechnungen per E-Mail — als PDF-Anhang oder im E-Mail-Text gesendet
- Online-Portal — verfügbar über Lohnabrechnungssoftware oder ein Mitarbeiter-Selbstbedienungssystem
- Lohnabrechnungs-App — Zugriff über eine mobile Anwendung
Die entscheidende Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer am oder vor dem Zahltag auf seine Gehaltsabrechnung zugreifen kann.
Aufstellung der fixen Abzüge
Wenn ein Arbeitnehmer regelmäßig gleichbleibende Abzüge hat (z. B. einen festen Gewerkschaftsbeitrag), kann der Arbeitgeber eine Bescheinigung ausstellen. Ständige Aufstellung der fixen Abzüge einmalig, anstatt sie auf jedem Gehaltszettel einzeln aufzuführen. Diese Aussage:
- Jeder feste Abzug, sein Betrag und das Abzugsintervall müssen aufgeführt werden.
- Ist bis zu 12 Monate gültig
- Muss aktualisiert werden, wenn sich etwas an den festen Abzügen ändert
Häufig gestellte Fragen
Erhalten Leiharbeiter Gehaltsabrechnungen?
Ja. Seit April 2019 haben alle Arbeitnehmer, nicht nur Festangestellte, Anspruch auf eine detaillierte Gehaltsabrechnung. Dies schließt Leiharbeiter, Aushilfskräfte und Arbeitnehmer mit Null-Stunden-Verträgen ein.
Können Gehaltsabrechnungen elektronisch bereitgestellt werden?
Ja. Es besteht keine gesetzliche Pflicht zur Erstellung von Gehaltsabrechnungen in Papierform. Sie können per E-Mail versendet, über ein Online-Portal bereitgestellt oder mithilfe einer Lohnabrechnungssoftware übermittelt werden. Wichtig ist nur, dass der Arbeitnehmer die Gehaltsabrechnung am oder vor dem Zahltag einsehen kann.
Was passiert, wenn ich keine Gehaltsabrechnungen vorlege?
Arbeitnehmer können den Fall vor ein Arbeitsgericht bringen. Das Gericht kann den Arbeitgeber zur Vorlage von Gehaltsabrechnungen verpflichten und gegebenenfalls eine Entschädigung zusprechen, wenn eine Unterbezahlung vorlag, die anhand einer ordnungsgemäßen Gehaltsabrechnung hätte festgestellt werden können.
Müssen auf den Gehaltsabrechnungen Rentenabzüge ausgewiesen werden?
Auf den Gehaltsabrechnungen müssen alle Abzüge, einschließlich der Rentenbeiträge, ausgewiesen sein. Idealerweise sollten sowohl der Arbeitnehmerbeitrag als auch der Arbeitgeberbeitrag sowie der Name des Rentensystems aufgeführt werden.
Weiterführende Literatur
- Gesetzliche Abzüge (Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Studentendarlehen) — die auf den Gehaltsabrechnungen ausgewiesenen obligatorischen Abzüge
- Abzüge für die automatische Rentenversicherung — Rentenbeiträge auf den Gehaltsabrechnungen
- P60 erklärt — die jährliche Zusammenfassung der Gehaltsabrechnungssummen
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Quellen
- Gehaltsabrechnungen — GOV.UK
- Gesetz über die Rechte von Arbeitnehmern 1996: detaillierte Gehaltsabrechnung — legislation.gov.uk
- Lohnabrechnung durchführen — GOV.UK